: Große Mehrheit gegen Sozialabbau
Wenn die öffentlichen Finanzen angespannt sind, lassen die Vorschläge für Einsparungen im Sozialbereich nicht lange auf sich warten. Um der Bevölkerung Sozialkürzungen schmackhaft zu machen, stellen die Anhänger des schlanken Staats niedrigere Beiträge oder Steuern und größere Entscheidungsspielräume bei der privaten Vorsorge in Aussicht. Aber überzeugt das die Menschen? Gibt es größere Gruppen in der Bevölkerung, die des bestehenden Sozialstaats überdrüssig sind? Um Antworten zu finden, haben die Arbeitnehmerkammer Bremen und die Arbeitskammer des Saarlandes zusammen mit dem DGB eine repräsentative Befragung unter rund 3000 Menschen in Deutschland in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse – Stand Dezember 2024 – sind eindeutig: Der Sozialstaat findet großen Zuspruch bei den Wählerinnen und Wählern aller Parteien. EOT; echo replaceMailtoLinks($texttoreplace,$currLang); ?>
Newsletter abonnieren
Alle 14 Tage Böckler Impuls mit Analysen rund um die Themen Arbeit, Wirtschaft und Soziales im Postfach: HIER anmelden! EOT; echo replaceMailtoLinks($texttoreplace,$currLang); ?>Dass die soziale Sicherung ganz oder zum größten Teil durch den Staat erfolgen soll, sagen 83 Prozent der Befragten, die eine Wahlabsicht für CDU oder CSU angegeben haben. Bei SPD und Grünen sind es jeweils 88 Prozent, bei der Linken 89 Prozent. Selbst Anhängerinnen und Anhänger von AfD und FDP wünschen sich zu mehr als zwei Dritteln einen umfassenden Sozialstaat.
Auch dass soziale Sicherheit Geld kostet, schreckt die meisten Menschen nicht. So ist die große Mehrheit der Beschäftigten bereit, höhere Rentenbeiträge zu zahlen, wenn dafür das heutige Leistungsniveau erhalten bleibt. Gleiches gilt für Gesundheitsversorgung und Pflege.
EOT; echo replaceMailtoLinks($texttoreplace,$currLang); ?>Die meisten Befragten plädieren außerdem für eine möglichst solidarische Finanzierung des Sozialstaats. So befürworten drei Viertel der Befragten eine Ausweitung des Versichertenkreises bei der gesetzlichen Rente. 52 Prozent sind für eine Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung, die den Beitrag für Gutverdienende deckelt. Lediglich unter den Anhängerinnen und Anhängern der FDP fand sich für diesen Vorschlag keine Mehrheit.
EOT; echo replaceMailtoLinks($texttoreplace,$currLang); ?>