Das WSI kooperiert in vielen Fragen von transnationaler Bedeutung mit dem Europäischen Gewerkschaftsinstitut in Brüssel (ETUI bzw. European Trade Union Institute), insbesondere zu Fragen sozialer Mindeststandards in Europa wie etwa gesetzliche Mindestlöhne.
Die Kooperation schließt gelegentliche gemeinsame Veranstaltungen und die Beteiligung von WSI-AutorInnen an ETUI-Veröffentlichungen ein. Das ETUI fungiert auch seit langem als Schnittstelle zu anderen gewerkschaftsnahen Forschungsinstituten in Europa, auf deren Know how angesichts der immer noch sehr unterschiedlichen Strukturen und Institutionen in den Nationalstaaten die europäischen Debatten und europäischen Strategien zur Angleichung und Verbesserung von Arbeits- und Lebensbedingungen nach wie vor angewiesen sind.
Aus einer anfangs lockeren Kooperation auch dieser Institute ist in den letzten Jahren ein festes Gerüst mit dem Netzwerk TURI (Trade Union related Research Institutes) entstanden. TURI wurde Anfang 2008 gegründet und umfasst derzeit 32 Institute aus 17 europäischen Ländern. Für Deutschland sind das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) und das Institut für Konjunkturforschung und Makroökonomie (IMK) im TURI Netzwerk vertreten. Auf europäischer Ebene wird TURI vom Europäischen Gewerkschaftsinstitut (ETUI) koordiniert.
TURI soll den Austausch und die Zusammenarbeit der gewerkschaftsnahen Forschungsinstitute in Europa intensivieren. Hierzu werden insbesondere regelmäßige gemeinsame Tagungen zu aktuellen Forschungsthemen durchgeführt. Darüber hinaus hat TURI mit dem Aufbau gemeinsamer themenbezogener Arbeitsgruppen begonnen, die Forschungsprojekte akquirieren und durchführen wollen. So wurde auf Initiative des WSI eine thematische Arbeitsgruppe zur Lohn- und Tarifpolitik in Europa eingerichtet.
Mehr Informationen zu ETUI und TURI unter:
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Die regelmäßigen Befragungen des WSI: Betriebsräte, Mobilitätsbefragung, Lohnspiegel |