WSI organisiert wissenschaftlichen Think-Tank zum Gesundheitssystem der Zukunft

Die Bundesregierung will das Gesundheitssystem radikal umbauen und hat damit eine kontroverse Debatte angestoßen. Das WSI bringt im Namen der Hans-Böckler-Stiftung namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu diesem Thema zusammen.


Sie sollen die Debatte mit wissenschaftlicher Expertise begleiten und alternative Reformnotwendigkeiten analysieren. Die Arbeit der vom WSI eingeladenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wird damit Impulse geben für die von der Bundesregierung eingesetzte Umsetzungs-Kommission; das gleiche gilt für die Reformkommission "Solidarisches Gesundheitssystem der Zukunft", in der Gewerkschaften, Sozialverbände, Kirchen und weitere gesellschaftliche Gruppierungen nach einem gesellschaftlichen Konsens suchen. Bis zum Herbst 2010 wollen beide Kommissionen konkrete Vorschläge zur Finanzierung und Weiterentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung vorlegen. Der vom WSI organisierte Wissenschaftskreis wird sich ab sofort mit einzelnen Aspekten auseinandersetzen und wissenschaftliche Analysen veröffentlichen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Dr. Florian Blank, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut, Referat Sozialpolitik

Prof. Dr. phil. Dr. rer. med. Thomas Gerlinger, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main Direktor des Instituts für Med. Soziologie, Zentrum für Gesundheitswissenschaften

Prof. Dr. Stefan Greß, Hochschule Fulda, Fachbereich Pflege & Gesundheit, Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie

Prof. Dr. Gustav Horn, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) Persönliches Fenster

Prof. Dr. Thorsten Kingreen, Universität Regensburg, Forschungsstelle für Medizinrecht und Gesundheitsrecht, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Sozialrecht und Gesundheitsrecht

Prof. Dr. Bernhard Langer, Hochschule Neubrandenburg, Fachbereich Gesundheit, Pflege, Management: Management im Gesundheits- und Sozialwesen, insbesondere Qualitäts- und Projektmanagement

Dr. Simone Leiber, ehemals Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut, Referatsleiterin Sozialpolitik

PD Dr. rer. pol. Markus Lüngen, Leiter des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie der Universität zu Köln

Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Leiter der Forschungsgruppe "Public Health" im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung WZB

Prof. Dr. Heinz Rothgang, Universität Bremen Zentrum für Sozialpolitik: Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik und Versorgungsforschung

Dr. Claus Schäfer, Leiter der Abteilung Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung


Berichte und Analysen

Pauschale: Viel Aufwand, Nutzen fraglich,
Zum Artikel in Böckler Impus Nr. 8/2010

Dezember 2010:
Als Ergebnis der Arbeit der Reformkommission von Gewerkschaften, Verbänden und Wissenschaftlern wurde im Dezember 2010 die gemeinsame Erklärung "Bürgerversicherung statt Kopfpauschale" verabschiedet. In das Dokument sind Expertisen und Gutachten der vom WSI organisierten Wissenschaftler eingeflossen. Die Wissenschaftler tragen die gemeinsame Erklärung mit.
"Bürgerversicherung statt Kopfpauschale" (pdf)


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Befragungen

Die regelmäßigen Befragungen des WSI: Betriebsräte, Mobilitätsbefragung, Lohnspiegel