Das WSI ist Teil eines seit 1997 bestehenden Forschungsnetzwerks der European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions in Dublin (Dublin Foundation), einer von der EU Kommission sowie den europäischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden gegründeten EU Agentur. Auftrag dieses Forschungsnetzwerkes ist es, für Politik, Organisationen und Medien auf europäischer Ebene Informationen über die Entwicklung der industriellen Beziehungen in den Mitgliedsstaaten zusammenzutragen. Das Network of European Observatories (NEO) umfasst wissenschaftliche Korrespondenten in 27 EU-Mitgliedsstaaten, die mit Informationsbeiträgen, Datenerhebungen und Studien drei online einsehbaren Berichtssystemen zuarbeiten. Innerhalb des NEO bildet das WSI zusammen mit dem seit 2003 paritätisch beteiligten Institut der deutschen Wirtschaft (IW) das deutsche National centre. Alle Veröffentlichungen erfolgen in englischer Sprache.
Die umfangreichste Berichterstattung erfolgt für den European Industrial Relations Observatory (EIRO), der Informationen zur aktuellen Tarifpolitik sowie Studien zu den industriellen Beziehungen in einzelnen Wirtschaftszweigen umfasst. Von Seiten der Dublin Foundation werden die nationalen Beiträge zu europäischen Berichten zusammengefasst, die u.a. den Partnern des europäischen Sozialen Dialogs als Hintergrundinformation dienen. Die Beiträge von EIRO erscheinen im kostenlosen Informationsdienst "EIROnline", der monatlich um aktuelle Berichte ergänzt wird. Die EIRO-Website zählt jeden Monat etwa 200.000 user sessions. Sie wird, ähnlich wie die beiden anderen Observatories unten, vorrangig von einer internationalen Leserschaft genutzt, die sich über die Entwicklungen in Deutschland informieren möchte.
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Ein zweites Berichtssystem, der European Working Conditions Observatory (EWCO), setzt sich ebenfalls sowohl aus kurzen aktuellen Beiträgen, in diesem Fall über neue Forschungsergebnisse, als auch aus Auftragsstudien zusammen. EWCO ergänzt die alle fünf Jahre stattfindende europäische Umfrage der Foundation zum Stand der Arbeitsbedingungen (European Working Conditions Survey). Im Focus der EWCO-Studien steht die Frage nach den Arbeitsbedingungen spezifischer Beschäftigtengruppen und ihrer Regulierung auf politischer, tarifpolitischer und betrieblicher Ebene. Die Ergebnisse werden in europäischen Vergleichsstudien ausgewertet.
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Der dritte Observatory, der European Restructuring Monitor (ERM), beobachtet die Beschäftigungsfolgen betrieblicher Restrukturierungsprozesse. Dies geschieht zum einen durch eine auf Presseberichte gestützte Datenerhebung zum Arbeitsplatzauf- und abbau in Folge von Umstrukturierungen, Verlagerungen, u.a.m., die auf Nachfrage der EU- Kommission der Antizipation der Beschäftigungsentwicklung dienen soll (s.a. ERM Quarterly). Das zweite Standbein bilden ERM-Studien, die zu bestimmten Themenstellungen die Steuerungsinstrumente der Wirtschafts- und der Beschäftigungspolitik sowie die entsprechenden Positionen der Tarifvertragsparteien erheben.
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Die regelmäßigen Befragungen des WSI: Betriebsräte, Mobilitätsbefragung, Lohnspiegel |