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- 22.04.2008
- Der Gesamtverband Steinkohle und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie haben sich bereits am ersten Verhandlungstag auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Die Vereinbarung sieht eine Lohnerhöhung ab 1. Mai 2008 um 3,4 Prozent vor, wie die Tarifparteien mitteilten. Ab 1. Juli 2009 werden die Gehälter nochmals um zwei Prozent erhöht. Für die Monate Januar bis April diesen Jahres vereinbarten die Parteien eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro für Angestellte und 120 Euro für Auszubildende. Der Vertrag hat ein Laufzeit von 36 Monaten bis 31.12.2010. Außerdem wird das Weihnachtsgeld in der bisherigen Höhe bis 2012 abgesichert.
- 21.04.2008
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Die IG Metall Bayern hat mit 16 Zeitarbeitsfirmen Tarifverträge für die Leiharbeitnehmer bei BMW abgeschlossen. Diese Tarifverträge sichern den Betroffenen ein Grundentgelt nach dem Tarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie. Derzeit liegt in Bayern der niedrigste Stundenlohn eines BMW-Zeitarbeiters bei 7,43 Euro. Die jetzt vereinbarten Entgelte liegen zwischen 11,61 EUR/Std. und 28,17 EUR/Std. (für Beschäftigte in den anderen Tarifgebieten ergeben sich entsprechend der dortigen M+E-Tarifverträge leicht abweichende Sätze). Diese Tarifverträge der IG Metall bringen für die Leiharbeitnehmer bei BMW eine Steigerung ihrer Entgelte von bis zu 56 Prozent. In der untersten Lohngruppe bedeutet das ein Plus von deutlich über 600 Euro (brutto) im Monat.
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- 19.04.2008
- Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen mit der Deutschen Post stehen bei der Gewerkschaft ver.di die Signale auf Streik. Beide Seiten konnten sich nach einem Verhandlungsmarathon in der Nacht in Düsseldorf nicht einigen. Verdi kündigte eine Urabstimmung und einen unbefristeten Streik vom 2. Mai bei der Deutschen Post an. Bis Anfang Mai soll es Verdi zufolge zudem weiter Warnstreiks geben.
- 18.04.2008
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Die Deutsche Journalistenunion (dju) in ver.di und der Deutsche Journalistenverband (DJV) fordern in der anstehenden Tarifrunde 7,5 Prozent höhere Gehälter für die etwa 22.000 Redakteure an Tageszeitungen und Zeitschriften. Die Honorare für freie Journalisten sollen ebenfalls um 7,5 Prozent steigen. Die Tarifverträge sollen zu Ende Juli gekündigt werden. Die Verhandlungen mit den Verlegerverbänden BDZV und VDZ sollten zügig aufgenommen werden, hieß es. Ein weiteres Ziel der Verhandlungen sei die Einbeziehung von Onlineredakteuren der Verlage in die beiden Gehaltstarifverträge. Bisher seien die Tarifverträge an den klassischen Printveröffentlichungen ausgerichtet.
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- 18.04.2008
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Mehr als drei Viertel der Mitglieder der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben die Tarifeinigung im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen positiv bewertet. 76,5 Prozent der 189 000 Befragten hätten sich für den Tarifabschluss ausgesprochen, teilte ver.di am Freitag in Berlin mit. "Das ist insgesamt ein Erfolg für ver.di", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Es sei unter den ver.di-Mitgliedern als überaus positiv bewertet worden, dass sie in einer solchen Mitgliederbefragung ihre Meinung zu dem Ergebnis äußern konnten. "Die große Zustimmung zeigt, dass sich das Tarifergebnis sehen lassen kann", ergänzte Bsirske. Auf Kritik gestoßen sei allerdings die Erhöhung der Arbeitszeit.
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- 17.04.2008
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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wird die Warnstreiks in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie zur 3. Verhandlungsrunde am Freitag, den 18. April, ausweiten. Ein solcher Schritt sei angesichts des unzureichenden Angebotes der Arbeitgeber unumgänglich. "Den Arbeitgebern scheint jegliches Gespür für die berechtigten Erwartungen der Beschäftigten abhanden gekommen zu sein", sagte ver.di-Verhandlungsführer Frank Werneke. Um den Druck auf den Arbeitgeberverband zu erhöhen, habe ver.di für Donnerstag und Freitag Beschäftigte mit Schwerpunkten in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg zu vollschichtigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen.
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- 17.04.2008
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Auch die 5. Verhandlungsrunde im Kfz-Gewerbe Nordrhein-Westfalen brachte kein Ergebnis. Strittig ist insbesondere die Forderung der Arbeitgeber nach Streichung von zwei Urlaubstagen. Für den 25. April ist die Fortsetzung der Verhandlungen vorgesehen.
In Baden-Württemberg gelang es den Tarifparteien bereits am 15. April eine Einigung zu erzielen. Danach erhalten die Beschäftigten eine Pauschale von 50 EUR (Auszubildende 15 EUR) für den Monat März. Anschließend steigen die Vergütungen analog dem Abschluss Hessen und Saarland in drei Stufen um insgesamt 6,5 %. Der Abschluss sieht auch eine Erhöhung der Beschäftigten-Quote mit einer 40-Stunden-Woche vor sowie die Möglichkeit die Zahlung des 13. Monatseinkommens ertragsabhängig zu gestalten. Die vereinbarte Erklärungsfrist endet am 7. Mai.
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- 16.04.2008
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Nach zweitägigen Verhandlungen haben IG BCE und Chemie-Arbeitgeber den Tarifabschluss 2008 für die 550.000 Beschäftigten der chemischen Industrie unter Dach und Fach gebracht. Dieser sieht u.a. eine Erhöhung der Vergütungen um 4,4 % ab 1. März/April/Mai (regional unterschiedlich) für 13 Monate vor, gefolgt von einer Stufenerhöhung um 3,3 % für weitere 12 Monate. In der ersten Stufe erhalten die Beschäftigten darüber hinaus eine flexibilisierbare Einmalzahlung von 0,5 % je Monat für 13 Monate. Diese kann durch Betriebsvereinbarung gekürzt, verschoben werden oder ganz wegfallen. Die Gesamtlaufzeit beträgt 25 Monate.
Mit dem Vertragswerk "Lebensarbeitszeit und Demografie", erhalten die Beschäftigten die Möglichkeit eines flexiblen Übergangs vom Berufsleben in den Ruhestand. Es umfasst Regelungen zur alterns- und altersgerechten Arbeitorganisation, Qualifizierung, Gesundheitsförderung, Alterszeilzeit, Langzeitkonten, Chemie-Altersvorsorge, Teilrente und Berufsunfähigkeit. Zur Finanzierung werden 2009 betriebliche Fonds eingerichtet, die von den Arbeitgebern ab 2010 zunächst mit einem "Demographie-Betrag" von 300 EUR je Beschäftigten und Jahr gespeist werden. Der Bertag ist dynamisiert und steigt entsprechend zukünftiger Entgelterhöhungen. Des Weiteren haben sich die Tarifparteien auf eine Verlängerung des Tarifvertrags "Zukunft durch Ausbildung" verständigt, in dessen Rahmen für die Jahre 2009 und 2010 insgesamt 18.200 neue Ausbildungsplätze angeboten werden sollen.
- 15.04.2008
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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Beschäftigten in der privaten Entsorgungswirtschaft zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen, um vor der dritten Verhandlungsrunde am 7. Mai Druck auf die Arbeitgeber zu machen.
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- 14.04.2008
- Der Tarifkonflikt zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der Deutschen Bahn ist endgültig beendet: In einer Urabstimmung sprachen sich 85,5 Prozent der beteiligten GDL-Mitglieder für die Annahme des Tarifergebnisses aus, teilte die Gewerkschaft in Frankfurt mit. Von rund 12.000 aufgerufenen Mitgliedern der GDL beteiligten sich 8600 an der Urabstimmung. Das Ergebnis zeige die große Akzeptanz des neu ausgehandelten Lokführer-Tarifvertrages, sagte GDL-Chef Manfred Schell in einer Mitteilung. Für die Annahme war eine Mehrheit von mindestens 25 Prozent der Stimmen notwendig.
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