Ergebnisse 101
bis
110
von 165
für den Zeitraum:
2008
4
|
5
|
6
|
7
|
8
|
9
|
10
|
11
|
12
|
13
|
14
|
15
|
16
|
17
- 28.03.2008
-
Die Tarifverhandlungen für die 400 000 Beschäftigten im Einzelhandel in NRW sind geplatzt. Die Gewerkschaft ver.di lehnte ein neues Angebot der Arbeitgeber ab und sah zunächst keine Grundlage für weitere Gespräche. Das neue Angebot der Arbeitgeber sah jeweils zum 1. Mai 2008 und 1. Mai 2009 ein Einkommensplus von 2,5 Prozent vor. Für die Zeit von Mai 2007 bis April 2008 sollte es eine Einmalzahlung von 360 Euro geben. Damit sieht ver.di nicht einmal die Preissteigerungen augeglichen. Zudem lehnte die Gewerkschaft die Arbeitgeber-Vorschläge für Zuschlagszahlungen nach 20 Uhr ab, weil damit bislang gezahlte Zuschläge zwischen 18.30 und 20 Uhr wegfallen würden. Die Gewerkschaft will das weitere Vorgehen nun bei einer bundesweiten Tarifkonferenz erörtern.
- 27.03.2008
- Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten im Kfz-Gewerbe im Saarland werden in 3 Stufen um insgesamt 6,5 % erhöht. Darauf verständigten sich IG Metall und Arbeitgeber. Hiernach steigen die Vergütungen nach einem Nullmonat (März) ab 1. April um 2,5 %. Die weiteren Stufen erfolgen jeweils zum 1. Dezember 2008 und 2009 in Höhe von je 2,0 %. Mit der Wiederinkraftsetzung des arbeitgeberseitig gekündigten Manteltarifvertrags ist es der IG Metall darüber hinaus gelungen, die Forderungen der Arbeitgeber u.a. nach Verlängerung der Arbeitszeit abzuwehren. Die Tarifverträge haben eine Laufzeit bis 30. April 2010.
- 27.03.2008
-
Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes hat die Schlichtungskommission insgesamt sechs Prozent mehr Einkommen und längere Arbeitszeiten im Westen vorgeschlagen. Nach dem Vorschlag der Schlichter, dem ehemaligen baden- württembergischen Ministerpräsidenten Lothar Späth (CDU) und dem früheren Hannoveraner Oberbürgermeisters Herbert Schmalstieg (SPD) soll das Einkommen im Westen zum 1. April 2008 um vier Prozent und im Osten ab 1. August 2008 ebenfalls um vier Prozent steigen. Zum 1. Januar 2009 schlägt die Kommission eine zweiprozentige Erhöhung für alle 1,3 Millionen Tarifangestellten des Bundes und der Kommunen vor. Im Westen soll laut Schlichterspruch die Arbeitszeit in den Kommunen um eine Stunde und im Bund um eine halbe Stunde auf 39,5 Wochenstunden angehoben werden. In den Ost-Kommunen soll es bei der 40-Stunden-Woche bleiben. Außerdem sieht die Kommission eine Einmalzahlung von 450 Euro zum April 2008 für die unteren Einkommensgruppen vor. Im Juli 2009 soll eine weitere Einmalzahlung von 450 Euro für alle folgen.
Ver.di-Chef Frank Bsirske hat den Schlichtungsvorschlag abgelehnt. Der Vorschlag biete nicht einmal einen Inflationsausgleich. Bsirske kritisierte auch die angebotenen Einmalzahlungen. Sie seien nicht tabellenwirksam. Für größere Teile des öffentlichen Dienstes würde im Jahr 2008 der Reallohnverlust fortgeschrieben, sagte der Gewerkschaftschef auch mit Verweis auf die vorgeschlagene Verlängerung der Arbeitszeit. Im öffentlichen Dienst werde jede Arbeitszeitverlängerung in Stelleneinsparung umgerechnet. Dies sei bei der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland kontraproduktiv. «Wir sind deswegen gegen Arbeitszeitverlängerung.»
- 26.03.2008
- Im Einzelhandel gibt es einen neuen Anlauf, die Tarifverhandlungen zum Abschluss zu bringen. Im Tarifgebiet NRW haben die Tarifparteien erstmals seit Monaten wieder Gespräche geführt. Nach Angaben aus Teilnehmerkreisen gestalteten sich die Gespräche jedoch schwierig. Die Arbeitgeber legten zunächst kein neues Angebot vor.
- 22.03.2008
-
Der angeschlagene Postdienstleister Pin steht im Verdacht, mit der finanziellen Unterstützung einer neuen Gewerkschaft versucht zu haben, den Mindestlohn der Branche zu unterlaufen. Nach Erkenntnissen des Pin-Insolvenzverwalters Bruno M. Kübler hat der ehemalige Vorstandschef Günter Thiel die Gewerkschaft der Neuen Brief- und Zustelldienste (GNBZ) finanziert."Es liegen Unterlagen vor, nach denen bis zum 10. Dezember 2007 Zahlungen von der Pin-Holding in Höhe von 133 526,69 Euro über einen Umweg an die GNBZ geflossen sind", teilte Kübler in Köln mit. Bereits zuvor hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Strafanzeige gegen die GNBZ erstattet. DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki kritisierte: Sollten diese Angaben zutreffen, wäre nicht nur die Bestechlichkeit dieser arbeitgeberfreundlichen Pseudogewerkschaft bewiesen. Es würde auch zeigen, mit welch üblen Tricks die Postkonkurrenten versucht hätten, Mindestlöhne mit Hilfe einer Gefälligkeitsgewerkschaft zu drücken.
Seit Jahresanfang gilt bundesweit ein Mindestlohn für Briefzusteller von acht bis 9,80 Euro die Stunde. Dieser Tarif war von der Deutschen Post und der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di vereinbart und dann von der Bundesregierung als allgemeingültig für die Branche erklärt worden. Die Post-Konkurrenten hatten mit der GNBZ dagegen einen Mindestlohn von 7,50 Euro (West) und 6,50 Euro (Ost) vereinbart - in der Hoffnung, dass sie so den höheren Ver.di-Mindestlohn umgehen können.
- 19.03.2008
- Die erste Verhandlungsrunde zum Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen und zur Arbeitszeit zwischen ver.di und der Deutschen Post AG ist ohne Ergebnis vertagt worden. ver.di fordert für die 130.000 Tarifbeschäftigten den Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen bis zum 30. Juni 2011. Die derzeitige tarifvertragliche Regelung läuft zum 31. März 2008 aus. Zudem fordert ver.di für alle Tarifbeschäftigten zehn Arbeitszeitverkürzungstage pro Jahr. Diese Reduzierung der Wochenarbeitszeit der 130.000 Tarifbeschäftigten gleiche die arbeitsplatzvernichtende Wirkung der von der Post AG geplanten Erhöhung der Wochenarbeitszeit der 55.000 Beamten von 38,5 auf 41 Stunden aus. Der entsprechende Tarifvertrag ist zum 1. April gekündigt.
- 18.03.2008
- Der Tarifkonflikt im Kfz-Gewerbe geht weiter. Während sich in Nordrhein-Westfalen rd. 8.100 Beschäftigte aus 220 Betrieben in der Zeit vom 12. bis 14. März an Warnstreiks der IG Metall beteiligten, sendeten in Baden-Württemberg in der vergangenen Woche ca. 2.200 Beschäftigte mit verschiedenen Aktionen ein Warnsignal Richtung Arbeitgeber, pünktlich vor der ersten Verhandlung am 19. März. In Hamburg folgten über 800 Beschäftigte den Aufruf zum Warnstreik. Hier werden die Verhandlungen am 26. März fortgesetzt. In allen drei Tarifgebieten fordert die IG Metall u.a. Erhöhungen von 5,0 %. Darüber hinaus richten sich die Proteste u.a. gegen die Bestrebungen der Arbeitgeber Arbeitszeitverlängerungen und Kürzungen bei Urlaub und Urlaubsgeld durchzusetzen. Für das Tarifgebiet Rheinland-Rheinhessen hat die IG Metall für die Zeit nach Ostern erste Warnstreiks angekündigt, nachdem die Verhandlungen ergebnislos auf den 21. April vertagt wurden. Hier wie in Bayern liegt die Forderung bei 5,5 % und umfasst ebenfalls die Wiederinkraftsetzung sämtlicher gekündigter Tarifverträge.
- 17.03.2008
-
In dem seit fast einem Jahr andauernden Tarifkonflikt des Einzelhandels ist auch weiterhin keine Lösung in Sicht. Ver.di wird mit Streiks im bevorstehenden Ostergeschäft den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Aufgrund der weit über 3.700 durchgeführten Arbeitskampfmaßnahmen sind laut ver.di vermehrt einzelne Unternehmen bereit ihren Beschäftigten unabhängig von einem Tarifabschluss bis zu 3,0 % mehr Geld zu zahlen. Hierzu zählen u.a. Unternehmen wie Ikea, Rewe, Otto Versand und seit neuestem auch Aldi Nord. Darüber hinaus haben einzelne Unternehmen ihren Beschäftigten für 2007 Einmalzahlungen bis zu 250 EUR gezahlt. Beides soll mit späteren Tarifabschlüssen verrechnet werden.
- 15.03.2008
- Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes ist der erste Tag der Schlichtung ohne eine inhaltliche Annäherung zu Ende gegangen. Die Schlichtungskommission sei bei ihrem 90-minütigen Treffen nicht in die Tiefen der Themen eingestiegen, teilten die Schlichter Lothar Späth und Herbert Schmalstieg in Frankfurt mit. Es seien lediglich Termine und Formalien besprochen worden.
- 14.03.2008
- Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat für die rund 10 000 Arbeitnehmer bei den forstlichen Dienstleistungsunternehmen die Aufnahme in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz beantragt. Der Tarifvertrag zur Regelung des Mindestlohns zwischen der IG BAU und dem Deutschen Forstunternehmerverband tritt zum 01.04.2008, frühestens aber mit Beginn der Allgemeinverbindlichkeit, in Kraft. Der Mindestlohn beträgt 8,50 Euro zum 1. April 2008. Er wird zum 01.01.2009 auf 9,38 und zum 01.07.2009 auf 10,26 Euro angehoben.
4
|
5
|
6
|
7
|
8
|
9
|
10
|
11
|
12
|
13
|
14
|
15
|
16
|
17