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- 22.12.2008
- Im festgefahrenen Tarifstreit im privaten Bankgewerbe hat die Gewerkschaft ver.di die Arbeitgeber scharf angegriffen und mit Streiks gedroht. Mitte Oktober hatte die ver.di-Tarifkommission ihre Pläne für Urabstimmungen und Streiks ausgesetzt. Die Tarifverhandlungen sind bereits seit Mitte September unterbrochen. «Die Arbeitgeber verweigern die Verabredung eines Termins», sagte ver.di-Verhandlungsführer Uwe Foullong. Er bekräftigte die Kompromissbereitschaft der Gewerkschaft, angesichts der Finanzmarktkrise von ihrer Lohnforderung abzurücken: «Wir kleben nicht an den acht Prozent», sagte Foullong. Auch seien längere Tariflaufzeiten denkbar. Der Arbeitgeberverband hatte seinen Mitgliedsunternehmen empfohlen, die Tarifgehälter freiwillig zum 1. November um 2,5 Prozent anzuheben. «Das machen aber längst nicht alle Banken», sagte der Gewerkschafter. Er forderte einen zeitgemäßen Tarifvertrag, verbindliche Regelungen zum Kündigungsschutz stünden für ver.di oben auf der Wunschliste.
- 18.12.2008
- Der flächendeckende Mindestlohn für die Postbranche ist nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg unzulässig. Es folgte mit seiner Entscheidung einem Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts vom März. Die Bundesregierung legte umgehend Revision beim Bundesverwaltungsgericht ein. Damit geht der Streit in die dritte Runde und die Mindestlöhne bleiben vorerst in Kraft.Die große Koalition habe mit der Mindestlohn-Verordnung ihre Kompetenzen überschritten, urteilten die Richter. Die Vorgabe dürfe nur für nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer gelten und könne damit nicht auf die gesamte Branche der Briefdienste und ihre rund 220.000 Mitarbeiter ausgeweitet werden. Der Mindestlohn war zwischen dem von der Deutschen Post dominierten Arbeitgeberverband Postdienste und der Gewerkschaft Verdi ausgehandelt und von der Bundesregierung dann zu Jahresbeginn für allgemeinverbindlich erklärt worden. Die Gewerkschaft ver.di bekräftigte unterdessen ihre Forderung nach Einführung eines Postmindestlohns. Ver.di werde das Thema Postmindestlohn im Wahljahr 2009 mit Nachdruck weiterverfolgen.
- 15.12.2008
- Für den Konzern Vattenfall Europe einigten sich die Tarifvertragsparteien auf Einkommenserhöhungen von 4,0 % und 2,6 % jeweils wirksam ab Januar 2009 und 2010. Außerdem erhalten die ArbeitnehmerInnen im Januar 2010 eine zusätzliche Einmalzahlung von 1.200 EUR. Der Tarifvertrag ist zum 31. Dezember 2010 kündbar.
Bereits am 12. Dezember wurde, vorbehaltlich der Zustimmung der Tarifkommissionen der Gewerkschaften, ein Abschluss für die Mitgliedsunternehmen der Tarifgruppe RWE erreicht, der Einkommenserhöhungen von 4,0 % und 2,2 % jeweils ab Januar 2009 und 2010 vorsieht; die Laufzeit endet am 31. Oktober 2010. Darüber hinaus wurden zusätzliche Einmalzahlungen von 1.200 EUR für 2009 und weitere 800 EUR für 2010 vereinbart. Bereits im November hatte die IG BCE einen Tarifvertrag vereinbart, der ab 2008 für den RWE-Konzern die unbefristete Übernahme von mind. 225 Ausgebildeten jährlich bis Dezember 2012 festschreibt.
- 10.12.2008
- Für die Beschäftigten der Deutsche Telekom AG sowie der T-Servicegesellschaften geht ver.di mit einer Forderung nach 8,5 %, mindestens jedoch 220 EUR in die Tarifrunde 2009. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen. Die derzeit laufenden Tarifverträge sind zum 31. Dezember 2008 kündbar.
- 09.12.2008
- Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei den Ländern sollen nach dem Willen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der dbb Tarifunion acht Prozent mehr Entgelt erhalten. Dabei sollen die Tarifvergütungen der rund 800 000 Beschäftigten der Länder um mindestens 200 Euro steigen, sagte ver.di-Chef Frank Bsirske in Berlin. Die Tarifrunde für die Länderbeschäftigten beginnt im Januar. Der Tarifabschluss für die Beschäftigten beim Bund und den Kommunen im Frühjahr dieses Jahres sah eine Anhebung um 50 EUR, zusätzlich ein Plus von 3,1 %, eine Stufenerhöhung von 2,8 % ab Januar 2009 sowie eine Einmalzahlung von 225 EUR im Januar 2009 vor.
- 03.12.2008
- Bei der Lufthansa haben die Tarifverhandlungen für das Kabinenpersonal begonnen. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo fordert für die 15.000 Beschäftigten an Bord der Flugzeuge insgesamt 15 Prozent mehr Lohn, wie ein Ufo-Sprecher sagte. Die Lufthansa hatte die Forderung bereits vor der ersten Verhandlungsrunde zurückgewiesen und ein Plus von 4,2 Prozent in Aussicht gestellt. Hintergrund ist die Tarifeinigung zwischen der Airline und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Anfang August, die ein Lohnplus von 4,2 Prozent für die Verdi-Beschäftigten bei der Lufthansa vorsieht.
- 01.12.2008
- 6,5 Prozent mehr Lohn sowie eine deutliche Verbesserung der Arbeitszeitregelungen. Diese Forderungen haben der Hauptvorstand und die Tarifkommission der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) heute für die Tarifrunde 2009 bei der Deutschen Bahn einstimmig beschlossen.
- 25.11.2008
- Nach 22-stündigen Verhandlungen einigten sich die Tarifvertragsparteien am 25. November auf folgenden Tarifabschluss: Die Einkommen in der Papierindustrie steigen ab Dezember 2008 um 2,1 % und um weitere 2,4 % ab Januar 2010. Für die Monate Oktober und November erhalten die Beschäftigten eine Zahlung von insgesamt 200 EUR. Die Gesamtlaufzeit des Tarifvertrages beträgt 23 Monate.
Außerdem wurde ein ab Januar 2010 gültiger neuer Tarifvertrag zur Förderung der Altersteilzeit abgeschlossen, der eine Inanspruchnahme ab dem 57. Lebensjahr ermöglicht und in dem Schicht-ArbeitnehmerInnen besonders berücksichtigt werden.Geregelt ist u.a. ein Einkommen von mindestens 85 % des letzten Nettoarbeitsentgeltes, der Anspruch von 5 % der Beschäftigten auf Altersteilzeit, weitere Voraussetzungen regelt ein Kriterienkatalog. Der Tarifvertrag ist frühestens zum 31. Dezember 2014 kündbar.
- 25.11.2008
- Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) will mit der Forderung nach fünf bis sieben Prozent mehr Geld in die Tarifrunde 2009 gehen. Eine entsprechende tarifpolitische Empfehlung beschloss der NGG-Hauptvorstand. In Tarifgebieten, in denen die untersten Tariflöhne noch unter 7,50 Euro pro Stunde liegen, sollen diese in einem ersten Schritt auf mindestens 7,50 Euro erhöht und dann weiter auf neun Euro pro Stunde angehoben werden. Nach Abschluss ihrer Ausbildung sollen zudem junge Fachkräfte mindestens für zwölf Monate vom Ausbildungsbetrieb übernommen werden.
- 12.11.2008
- Metallindustrie: 510 Euro Einmalzahlung und 4,2 Prozent dauerhaft mehr, das ist das Ergebnis der vierten Verhandlung in Baden-Württemberg. Konkret bedeutet das: Für die Monate November und Dezember 2008 sowie Januar 2009 gibt es insgesamt 510 Euro als Einmalzahlung. Die Entgelte werden ab 1. Februar 2009 um 2,1 Prozent erhöht. Ab Mai 2009 erhalten die Beschäftigten weitere 2,1 Prozent. Diese zweite Anhebung kann durch eine freiwillige Betriebsvereinbarung bis zu sieben Monate verschoben werden. Im September 2009 gibt es eine weitere Einmalzahlung von pauschal 122 Euro. Die Gesamtlaufzeit der Vereinbarung beträgt 18 Monate.
Weitere Informationen
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