Some remarks on the euro area stability programmes 2012-2015.
Reihe: IMK Working Paper, Nr. 101.
Düsseldorf:
2012,
ISSN: 1861-2199.
43 Seiten
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Abstract:
Using the financial balances accounting identity, we analyze whether there is evidence in recent national accounting data and the projections of the Stability Programmes (SP), that the focus on fiscal deficits to the exlusion of other economic magnitudes risks further deterioration of the euro area economy's growth rate. We find that, in the past and with focus on shrinking public deficits, growth forecasts have almost always been deteriorating from one SP batch to the next, while the macroeconomic situation is not markedly different from the beginning of the euro are crisis, 2010. We conclude that continued fiscal austerity and disregard of current account imbalances is likely to lead to further deteriorating data that fails to live up to current growth forecasts. This will lead in turn to further growth forecast downward revision in the next SP batch. A simple simulation of a deterioration in the external economic environment indicates that a symmetric rebalancing of the current account imbalances might be more feasible than the current, asymmetric rebalancing.
Kurzbeschreibung:
Mithilfe der Identitätsgleichungen der öffentlichen, privaten und Auslandsfinanzierungssalden wird analysiert, ob in den jüngeren Daten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und den Vorhersagen der Stabilitätsprogramme (SP) Indizien dafür bestehen, dass der Fokus auf die öffentlichen Haushaltsdefizite bei Missachtung anderer volkswirtschaftlicher Stellgrößen das Risiko birgt, die Wachstumsrate der Eurozone weiter zu verringern. Es wird festgestellt, dass in der Vergangenheit und unter dem Primat der öffentlichen Defizitsschrumpfung die Wachstumsprognosen von einem SP zum nächsten fast immer nach unten korrigiert wurden, während die makroökonomische Situation der Eurozone sich seit dem Beginn der Eurozonenkrise im Jahre 2010 nicht stark verändert hat. Es wird geschlussfolgert, dass das Fortführen der öffentlichen Sparmaßnahmen und der Missachtung von Leistungsbilanzungleichgewichten wahrscheinlich zu noch ungünstigeren Wirtschaftsdaten führen wird, die die derzeitigen Wachstumsprognosen untertreffen. Das wird wiederum zur Korrektur der kommenden SP-Wachstumsprognosen nach unten führen. Eine einfache Simulation einer Verschlechterung des wirtschaftlichen Klimas im Rest der Welt deutet an, dass ein symmetrischer Abbau der Leistungsbilanzungleichgewichte machbarer sein könnte als der derzeitig verfolgte, asymmetrische Abbau