Ein Blog oder Weblog ist eine Art Tage- oder Logbuch im Internet (World Wide Web und Logbuch). Meist schreibt eine Person Beiträge, Gedanken, Meinungen, die chronologisch sortiert beginnend mit dem jüngsten Eintrag gelesen und kommentiert werden können. Man kann freie Schlagworte (sogenannte Tags) für die jeweiligen Beiträge eines Blogs vergeben. Bei vielen Beiträgen lassen sich auf diese Weise thematische Verknüpfungen herstellen (Tag-Wolke). Außerdem kann man sich automatisch darüber in Kenntnis setzen lassen, ob neue Blogbeiträge veröffentlich oder kommentiert wurden (z. B. mit RSS-Feed).
Blogs sind inzwischen auch in der Arbeitswelt angekommen. Sie dienen z. B. der Kommunikation mit Kunden, werden auch intern als Wissensblog von Expertengruppen innerhalb des Unternehmens oder im Rahmen des Projektmanagements eingesetzt. Prominente Beispiele sind Daimler-Blog, primär von Daimler-Beschäftigten geschrieben, sowie Blue Blog, ein IBM-Expertenblog.
Vor allem für projektförmig organisierte Arbeit ist es wichtig über Abteilungs-, Standort- und Ländergrenzen hinweg zusammenarbeiten zu können. Im Internet sind neue Anwendungen inzwischen im Einsatz, die solche Arbeitsformen unterstützen. Man kommuniziert mit geschriebenem Text (Instant Messenger), über Telefon, Video- oder Audio-Konferenz-Dienste. Über Wikis und Blogs können Informationen gebündelt und organisiert werden. Mit Werkzeugen zur Ideensammlung (Mindmapping-Tools) lassen sich gemeinsam Ideen entwickeln und strukturieren. Dokumente und Dateien, die notwendig sind, um zusammenarbeiten zu können, werden im Internet bereitgestellt (cloudbasierte Dienste) und können auf diese Weise auch gemeinsam bearbeitet werden.
Beim Crowdsourcing wird das Know-how von Internetnutzerinnen und -nutzern angezapft. Man kann sich in der Regel auf einer Internetplattform beteiligen und mitarbeiten. Der Prozess kann selbstorganisiert sein oder auch wertschöpfungsorientiert. Die bekannteste Variante ist vermutlich Wikipedia. Das Online-Lexikon speist sich aus dem Wissen der Internetnutzer und wird permanent weiterentwickelt. Bei wertschöpfungsorientierten Varianten werden z. B. Kunden über das Internet dazu aufgerufen, sich an Produktwettbewerben zu beteiligen, eigene Produkte zu entwickeln und einzureichen, die anschließend gemeinsam mit anderem zum fertigen Produkt entwickelt werden. Es geht jedoch nicht nur um Produkte, sondern auch um Forschungs- und Entwicklungsfragen und Lösungsvorschläge für Problemstellungen für Unternehmen. Ein Beispiel ist die US-amerikanische Plattform InnoCentive. Dort stellen Unternehmen ihre Aufgaben ein, deren Lösungen auch vergütet werden können.
Andrew McAfee prägt 2006 den Begriff und postuliert damit grundsätzliche Veränderungen in der Unternehmensorganisation und Führungskultur, hervorgerufen durch neue Kommunikations- und Anwendungsmöglichkeiten des Internets (Stichwort Web 2.0).
Blog-Post
Der Eintrag in einem Microblog wird auf etwa 140 Zeichen beschränkt. Mit Microblogging können kurze und relevante Informationen verbreitet werden. Die bekannteste öffentliche Plattform ist Twitter. Im Unternehmenskontext kommen z. B. auch Dienste wie Yammer oder Communote zum Einsatz. Man stimmt z. B. den Bearbeitungsstatus von Aufgaben im Projektteam ab. Die Meldungen sind chronologisch mit der jüngsten Meldung zuerst geordnet. Um Meldungen zu erhalten, muss man den entsprechenden Kolleginnen bzw. Kollegen "folgen". Man kann nach Themen suchen und Stichworte vergeben (Hashtag).
Will man eine Seite im Internet wieder finden, setzt man ein Lesezeichen. Man speichert den Link im Browser unter "Favoriten". Diese Linksammlung ist nicht öffentlich zugänglich und nur für den Nutzer einsehbar. Beim Social Bookmarking können diese Lesezeichen bzw. Linksammlungen einzelner Teilnehmerinnen und Teilnehmer zentral und öffentlich abgelegt werden.
Mehrfachnennungen können so ggf. interessante Trends und wichtige Themen verdeutlichen. Social Bookmarking kann auf das gesamte Unternehmen angewendet werden, aber auch für Abteilungen, Projektgruppen, etc.
Der Ursprung des Begriffs liegt in den Sozial- und Politikwissenschaften (geprägt von Karl Popper). Sehr verkürzt ist gemeint, die Gesellschaft mit ingenieurhaften bis technokratisch und rational orientierten Methoden formen zu können. Später wurde auch Manipulation nicht abgelehnt, um gesellschaftliche Verbesserungen zu erreichen.
Übertragen auf das Internet versteht man unter Social Engineering falsche Identitäten anzunehmen, um an vertrauliche Informationen zu gelangen. Passwörter zu erfahren (Phishing), um in ein fremdes Computersystem einzudringen, vertrauliche Daten einzusehen oder diese herunterzuladen. Eine falsche Identität annehmen bedeutet auch das persönliche Umfeld des Opfers auszuspionieren. Vor allem soziale Netzwerke haben ein Gefahrenpotential, weil private Informationen selten ausreichend geschützt sind. Fehlerhafte Einstellungen des Accounts oder unbedachtes Verhalten der Nutzer machen es Social Engineerern dann leicht, die Identität einer Person aus dem Umfeld des Opfers anzunehmen, um so an vertrauliche Informationen zu gelangen.
Soziale Netzwerke vernetzen ihre Mitglieder. Man kann zwischen beruflichen (Xing oder LinkedIn) und privaten (bspw. Facebook oder Google+) Netzwerken unterscheiden. Auch im Unternehmensumfeld werden Social-Network-Systeme eingesetzt. Beschäftigte können ihre Profile mit relevanten Informationen anreichern, sich über Abteilungs- und Unternehmensgrenzen hinweg mit Kolleginnen und Kollegen (z. B. Zulieferer) vernetzen und austauschen. Es kann gemeinsam an Problemstellungen gearbeitet werden und Wissen über die Abteilungs- und Unternehmensgrenzen hinweg fließen. Die Grenzen zwischen privater und beruflicher Nutzung des Internets verschwimmen. Mit diversen Gefahren und Risiken, die noch nicht alle abzusehen sind.
Eine Welle der Entrüstung, die sich im Internet mit sachlichen, vor allem aber unsachlichen Beiträgen langsam aufbaut, ausbreitet und auch extrem beleidigende Formen annehmen kann. Der Adressat (Privatpersonen, Unternehmen, etc.) kann in Windeseile erheblichem Druck ausgesetzt sein. Die Eigendynamik sozialer Netzwerke wird hier besonders deutlich.
Die bekannteste Wiki-Anwendung ist das Online-Lexikon Wikipedia. Beim Wiki (hawaiisch für "schnell") können Inhalte gelesen und bearbeitet werden. Das Erstellen oder Ändern eines Wiki-Eintrags wird gesichert, d. h. die ursprüngliche Version des Eintrags bleibt immer gespeichert und kann bei Bedarf wieder abgerufen werden. Im Unternehmenskontext werden Wikis eingesetzt zur Verbesserung des Wissensmanagements, zur Ideengewinnung, für Service und Unterstützung (Help Desk), unternehmensbezogene Begriffsglossare oder wiederkehrende Fragen (Frequentliy Asked Questions; FAQs).