Praxisblätter für Betriebsräte und Aufsichtsräte

Wertorientierte Unternehmensführung

 

Darum geht es

Literatur

 

Die wertorientierte Unternehmensführung, im angloamerikanischen Sprachraum Value Based Management (VBM) genannt, zählt zu den zentralen aktuellen Managementtrends und Geschäftsphilosophien. Anstatt auf die althergebrachten Ziele wie Umsatz oder Gewinn, konzentriert sich die strategische Unternehmensführung auf die Steigerung von Unternehmenswerten. Die Frage, was unter "Wert" und "Wertorientierung" im Unternehmen wie in der Gesamtwirtschaft zu verstehen ist, beschäftigt die Ökonomen solange es sie gibt.

Für die Betriebswirtschaftslehre hat zuletzt Alfred Rappaport 1986 mit seinem Shareholder-Value-Konzept diese Fragestellung ins Zentrum gerückt. In zunehmenden Maße befindet es sich in der Kritik, vor allem wegen der einseitigen Ausrichtung der Unternehmensstrategie an den Interessen der Anteilseigner und den daraus resultierenden negativen langfristigen Folgen der Kurzfrist-Orientierung.

Aktuelle Formen der Wertorientierung in der Praxis betreffen die Unternehmenssteuerung (Value Based Management), die Leistungsmessung, die Kapitalmarktdarstellung, die Corporate Governance und die Betonung der Bedeutung von immaterialen Gütern, mit der besonderen Bedeutung des Humankapitals.

 

Die von der Hans-Böckler-Stiftung herausgegebene Broschüre "Wertorientierte Unternehmensführung", erschienen 2002, führt systematisch in das Konzept ein. Weitere Kapitel: Werttreibermanagement und Wertorientiertes Controlling.

Download der Broschüre (pdf)


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