Angesichts der andauernden Finanz- und Wirtschaftskrise stellt der Sozialstaat mit seinen Institutionen ein stabilisierendes Element dar, wird aber gleichzeitig durch eine schwindende Einnahmebasis geschwächt. Politische Akteure stehen vor der Herausforderung, den Sozialstaat mit seinem Potenzial für soziale und ökonomische Stabilität auf nationaler und europäischer Ebene neu aufzustellen. Die Tagung soll Chancen für eine größere "Resistenz" von Sicherungssystemen bei krisenhaften Schwankungen ausloten. Dazu werden in international vergleichender Perspektive unterschiedliche Reaktionsmuster politischer Akteure in europäischen Wohlfahrtsstaaten analysiert und diskutiert.
Veranstaltungsdokumentation zum Download:
Prof. Dr. Diether Döring, Europäische Akademie der Arbeit in der Universität Frankfurt am Main: Erfahrungen des 20. Jahrhunderts mit dem Verhältnis von Wirtschaftskrisen und Wohlfahrtsstaatsentwicklung
Johannes Clemens, Stellvertretender Leiter des Bereichs Öffentliche Finanzen der Deutschen Bundesbank, Frankfurt am Main: Der Sozialstaat in der Krise: Opfer oder Retter? (pdf)
Die Rede zum Nachhören (mp3)
Prof. Colin Crouch, PH. D., Business School Warwick, University of Warwick: Unsicherheit und Sozialstaat. Chancen für politisches Handeln in modernen Ökonomien
Die Rede zum Nachhören (mp3)
Dr. Rudolf Zwiener, IMK, Düsseldorf: Wohlfahrtsstaaten als ökonomischer Stabilisierungsfaktor oder: Abbau des Wohlfahrtsstaats wirkt destabilisierend (pdf)
David F. Milleker, Chefvolkswirt Union Investment, Frankfurt am Main: Strukturwandel, makroökonomische Entwicklung und Sozialstaat (pdf)
Prof. Dr. Astrid Wallrabenstein, Goethe-Universität, Frankfurt am Main: Verfassungsrechtliche Vorgaben für die Sozialstaatspolitik unter Krisenbedingungen (pdf)
Die Rede zum Nachhören (mp3)
Dr. Monika Queisser, Leiterin der Abteilung Sozialpolitik, OECD, Paris: Wie reagieren europäische Wohlfahrtsstaaten auf Krisendruck? Gibt es typische Reaktionsmuster? (pdf)
Kontakt: Maria Jackschitz