In Zeiten tiefgreifender Wirtschaftskrise und im Zuge des allgemeinen Wandels der Erwerbsarbeit gerät die Legitimation des ökonomischen Systems unter Druck. Fragen nach dem Primat der Politik über ökonomische Interessen werden gestellt. Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung bezeichnet die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland als "nicht gerecht". Aus Unzufriedenheit mit dem eigenen Arbeitsplatz und den Arbeitsbedingungen entstehen Ansprüche, die auf mehr Gerechtigkeit der Verhältnisse in der Arbeitswelt zielen.
Wie schlagen sich diese im Handeln nieder? Welche Anforderungen erwachsen an demokratische Institutionen und demokratische Beteiligungsformen? Die Forschung zu Fragen des Arbeitnehmerbewusstseins, zum Blickwinkel von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf ihren Platz in der Gesellschaft, auf ihren Betrieb und die Welt der Arbeit hat wieder an Aufmerksamkeit und Interesse gewonnen.
Veranstaltungsdokumentation zum Download:
Prof. Dr. Klaus Dörre, Universität Jena: Eröffnungsvortrag (pdf)
Dr. Stephan Voswinkel / Dr. Stefanie Hürtgen, Universität Frankfurt: Ansprüche an Arbeit von "NormalarbeitnehmerInnen" (pdf)
Alfredo Virgillito, Technische Universität Dortmund: Erwartungsmuster an Interessenvertretungen (pdf)
Prof. Dr. Hildegard Maria Nickel, Humboldt-Universität Berlin: Geschlechterunterschiede in der Teilhabe an Arbeit (pdf)
Dr. Jan Arpe, Bertelsmann-Stiftung: Ergebnisse der Studie "Vertrauen in Deutschland" (pdf)
Prof. Dr. Dieter Sauer, ISF München: Krise ohne Konflikt? (pdf)
Kontakt: Vanessa Lewitzki