In der Stahlindustrie mit der starken Montanmitbestimmung hat sich eine Personalpolitik und Personalarbeit entwickelt, die in vieler Hinsicht Vorbildcharakter hat: Soziale Leistungen für die Beschäftigten, Ausbildung mit hoher Qualität über den Personalbedarf der Stahlunternehmen hinaus, hohe Standards beim Arbeitsschutz, Bewältigung der Strukturkrise (fast) ohne betriebsbedingte Kündigungen. Dennoch hat die Attraktivität der Arbeits- und Ausbildungsplätze dieser Industrie nachgelassen.
Die Vollkonferenz der Arbeitsgemeinschaft Engere Mitarbeiter der Arbeitsdirektoren Stahl diskutiert die veränderten Anforderungen der Stahlindustrie an die Beschäftigten, die Erwartungen und Interessen der Menschen an ihre Arbeit und die Möglichkeiten, individuelle Gestaltungswünsche mit den betrieblichen Anforderungen in Übereinstimmung zu bringen. Gestaltungsbedarfe und Gestaltungsvorschläge bringen Peter Schweda, Arbeitsdirektor AG der Dillinger Hütte und Saarstahl AG, aus Sicht eines Unternehmens, Klaus Löllgen, IG Metall Bezirksleitung Nordrhein-Westfalen aus Sicht der Gewerkschaft und Staatssekretär Dr. Wilhelm Schäffer, Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen aus Sicht der Politik ein.
Veranstaltungsdokumentation zum Download (pdf):
Prof. Dr. Martin Baethge, Präsident, Soziologisches Forschungsinstitut, Göttingen, Zukunft der Arbeit (pdf)
Prof. Dr. Ernst Kistler, Internationales Institut für Empirische Sozialökonomie gGmbH, Was wollen die Menschen? (pdf)
Dr. Andreas Hoff, Arbeitszeitberatung Hoff Weidinger Hermann, Möglichkeiten der Verbindung unternehmerischer und individueller Interessen (pdf)
Peter Schweda, Arbeitsdirektor, AG der Dillinger Hüttenwerke und Saarstahl AG, Wie machen wir die Stahlarbeit attraktiv (pdf)
Staatssekretär Dr. Wilhelm Schäffer, Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Arbeitspolitik für die Jahre 2012 bis 2020 (pdf)
Kontakt: Hartmut Klein-Schneider