Aktuelle Strategien zur Entwicklung von Regionen sind von einer wachsenden Konkurrenz um die innovativsten Unternehmen, attraktivsten Standorte und - im Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel - um die qualifiziertesten Arbeitskräfte geprägt. Ob solche Wettbewerbsstrategien erfolgreich sind, spüren in erster Linie die Menschen in den Regionen und Städten, wenn sie einen neuen Arbeitsplatz finden oder in die Arbeitslosigkeit abrutschen. Betriebsräte und Gewerkschaften setzen sich seit längerem mit den Konsequenzen solcher Strategien für die Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeitsnehmer und Arbeitnehmerinnen auseinander.
Der gemeinsame Workshop von Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) und Arbeitskreis kritische Regionalwissenschaft (AkR) hat sich zum Ziel gesetzt, das Potenzial einer kritischen Regionalwissenschaft für das betriebliche und gewerkschaftliche Interessenhandeln auszuloten. Die Veranstaltung steht in der Tradition kritischer Wissenschaft, die herrschende Mythen und Ideologien offen legt und Perspektiven alternativer Regionalentwicklung aufzuzeigen versucht.
In drei Panels, die die betriebliche, regionale und städtische Ebene in den Focus nehmen, werden problemzentriert kritische Ansätze der Regionalwissenschaft mit praktischen Erfahrungen, Problemen und Anforderungen des Interessenhandelns zusammen gebracht. Welche Konsequenzen entstehen aus der neuen, globalen Arbeitsteilung für eine wirksame Interessenpolitik für Beschäftigungssicherung und die Qualität der Arbeit? Welche Rolle spielt das regionale Umfeld? Welche Chancen und Risiken ("Beteiligungsfallen") entstehen für die Gewerkschaften in den neuen Konzepten zur Regionalsteuerung? Sind unsere Städte tatsächlich die Innovationsmotoren mit entsprechender Ausstrahlungskraft ins Umland?
Vorträge zum Download:
Antje Blöcker (pdf)
Wolfgang Krumbein (pdf)
Heinz Pfäfflin (pdf)
Bernd Röttger (pdf)
Detlev Sträter (pdf)
Martin Stuber (pdf)
Astrid Ziegler (pdf)
Kontakt:
Dr. Astrid-Ziegler at boeckler.de Persönliches Fenster