Im November wird die Bundesregierung erstmals einen Bericht zur Situation älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Arbeitsmarkt vorlegen. Der Bericht ist Teil des Gesetzes zur Rente mit 67 Jahren. Die Bundesregierung muss im Bericht die Frage beantworten, ob die Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters ab 2012 unter arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Gesichtspunkten vertretbar ist.
Forschungsprojekte der Hans-Böckler-Stiftung verdeutlichen, dass die Erwerbsquoten Älterer über die 50 %-Zielmarke der EU gestiegen sind. Gleichzeit zeigen sich ein anhaltendes Belastungsniveau der Beschäftigten oder die Zunahme von Rentenabschlägen beim Altersübergang. Auf diese und weitere Punkte werden wissenschaftliche Vorträge - ergänzt durch Berichte aus dem betrieblichen Alltag - in der Konferenz eingehen. Danach wird mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundestagsfraktionen diskutiert werden, welche Erwartungen diese an den Bericht der Bundesregierung haben und wie sie die sozial- und arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen für die Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters einschätzen.
Die Hans-Böckler-Stiftung und der Deutsche Gewerkschaftsbund laden Wissenschaft, Politik, Gewerkschaften und Sozialverbände sowie Beschäftigtenvertretungen zur gemeinsamen Diskussion über die tatsächliche Lage Älterer im Arbeitsleben und zu den Erwartungen, die an den Bericht zu stellen sind, ein.
Vorträge zum Download
Dr. Martin Brussig, Die Rente mit 67 auf dem Prüfstand - Arbeitsmarkt,Arbeitsbedingungen und Altersübergänge (pdf)
Dr. Nico Dragano, Ist gesundes Arbeiten bis 67 möglich? (pdf)
Dr. Thilo Fehmel, Altersübergänge als Gestaltungsaufgabe für Politik, Tarif- und Betriebspartner (pdf)
Ulrike Mascher, Rente mit 67 - zu wenig Arbeitsplätze und zu wenig gute Arbeit für ein Arbeiten bis 67 (pdf)
Falko Trischer,
Gute Arbeit und betriebliche Praxis (pdf)
Kontakt:
Dr. Sebastian-Brandl at boeckler.de Persönliches Fenster