Atypische bzw. prekäre Beschäftigung hat einen Anteil von 25 Prozent am deutschen Arbeitsmarkt erreicht. Besonders junge Menschen, MigrantInnen und Frauen sind immer häufiger von unsicheren und schlecht bezahlten Jobs betroffen. Typischerweise sind diese Beschäftigten kaum organisiert und ihre Interessen finden kaum Vertretung.
Die Frage ist jedoch, welche Interessen verfolgen diese Beschäftigten? Wie und durch wen wollen sie vertreten werden? Lassen Sie sich überhaupt organisieren? Und was ist überhaupt die richtige Organisationsform für Menschen, die ständig ihren Job wechseln? Wo und wie sprechen Gewerkschaften jüngere Prekäre an?
Die Konferenz befasst sich zunächst damit, wann eine atypische Beschäftigung prekär wird und was die konkreten Probleme sind? In einem zweiten Schritt geht es in Arbeitsgruppen um das Verständnis junger Beschäftigter von Solidarität und Interessenvertretung und welche Erfahrungen mit der Organisierung von jüngeren prekär Beschäftigten in anderen Ländern und bei uns vorliegen. Am Ende soll erörtert werden, vor welchen Herausforderung und Schwierigkeiten Interessenvertretung in Betrieb und Gewerkschaften bei der Aufgabe steht, junge Menschen in prekären Arbeits- und/oder Lebensverhältnissen zu organisieren.
Tagungsunterlagen zum Download:
Tagungsdokumentation (pdf)
Tanja Fuchs, Inifes Stadtbergen: Index Gute Arbeit für junge Beschäftigte (pdf)
Juri Hälker, Uni Duisburg Essen: Gewerkschaftliche Erneuerung und junge Beschäftigte (pdf)
Prof. Dr. Joself Held, Uni Tübingen : Solidarität und Interessenvertretung von jungen Beschäftigten (pdf)
Dr. Klaus Kock: Destandardisierte Beschäftigung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen (pdf)
Katja Ruster / Thomas Müssig, H&M Logistik GmbH & Co.KG: Gewerkschaftliche Erneuerng (pdf)
Katja Ruster / Thomas Müssig, H&M Logistik GmbH & Co.KG: Interessenvertretung von prekär Beschäftigten (pdf)
Tobias Wölfle, Uni Jena;Vertreter ver.di: Interessenvertretung von prekär Beschäftigten in Deutschland (pdf)
Catharina Schmalstieg, Uni Jena: Organisierung von Prekären in anderen Ländern und transnationale Kampagnen (pdf)
Kontakt:
Dr. Sebastian-Brandl at boeckler.de Persönliches Fenster