Die Zukunft instustrieller Aktivitäten an Hochlohnstandorten wird gegenwärtig in bislang nicht gekannter Schärfe infrage gestellt. Es geht dabei nicht nur um arbeitsintensive "Low-Tech"-Industrien. Betroffen sind ebenfalls "High-Tech"-Fertigungen und sogar Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Immer mehr nutzen hiesige Unternehmen globale Produktions- und Innovationsnetzwerke, um sich die Kostenvorteile von Standorten in Mittelosteuropa, China oder Indien zu erschließen.
Entwicklungen wie bei BenQ Mobile werfen Fragen auf, die weit über den Einzelfall hinausreichen: Verbirgt sich hinter dem Niedergang von BenQ Mobile ein tiefergehendes Problem des Standortes Deutschland, konkurrenzfähige "High-Tech"-Konsumgüter herzustellen oder hat allein eine Summierung von unternehmerischen Fehlentscheidungen zur Insolvenz geführt? Wie weit hängt die Zukunft von Forschung, Entwicklung und Produktion in Deutschland von den Produktions- und Innovationskonzepten der Unternehmen ab? Wie können Handlungsoptionen durch Initiativen von Staat, Politik und Gewerkschaft erweitert und abgesichert werden?
Erwartet werden auf der Tagung spannende Vorträge und Diskussionen mit Experten aus Politik, Gewerkschaften, Betrieben und der Wissenschaft.
Kontakt:
Dr. Frank-Gerlach at boeckler.de Persönliches Fenster
Dokumentation der Beiträge:
Foliensatz Prof. Wittke (pdf)
Foliensatz Prof. Wildemann (pdf)
Foliensatz IG Metall: Situation BenQ (pdf)