Untersuchung zum öffentlichen Investitionsbedarf: Studie von IMK und Institut der Deutschen Wirtschaft wird mit Hans-Matthöfer-Preis ausgezeichnet
03.03.2020
Für ihre gemeinsame Analyse zum öffentlichen Investitionsbedarf werden Forscherinnen und Forscher des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung und des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) am 4. März mit einem Sonderpreis zum Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik ausgezeichnet.
In ihrer viel beachteten Studie veranschlagen Prof. Dr. Sebastian Dullien, Dr. Katja Rietzler (IMK), Prof. Dr. Michael Hüther und Dr. Hubertus Bardt (IW) den zusätzlichen Bedarf an öffentlichen Investitionen in Deutschland bis 2030 auf gut 450 Milliarden Euro. Um für die nötige Kontinuität bei öffentlich finanzierten Projekten für Infrastruktur, Bildung, Digitalisierung und Dekarbonisierung zu sorgen, empfehlen sie, die Schuldenbremse und den Stabilitäts- und Wachstumspakt durch eine „Goldene Regel“ zu ergänzen. Diese würde Investitionen – zumindest bis zu einer bestimmten Höhe – von der geltenden Neuverschuldungsbegrenzung ausnehmen. Die Studie wurde im November 2019 vorgestellt und ist soeben auch auf Englisch erschienen.
Den Hans-Matthöfer-Preis vergibt die Hans-und-Traute-Matthöfer-Stiftung in der Friedrich-Ebert-Stiftung jährlich. Der Hauptpreis in der Rubrik „Bestes Buch“ geht in diesem Jahr an die Autorinnen und Autoren von „Die Ökonomie des Alltagslebens – Für eine neue Infrastrukturpolitik“. Preisträger in den vergangenen Jahren waren unter anderem der Ökonom Prof. Dr. Branko Milanovic, die Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Dr. Mariana Mazzucato, der Wirtschaftshistoriker Prof. Dr. Adam Tooze und der Soziologe Prof. Dr. Oliver Nachtwey.
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Rainer Jung
Leiter Pressestelle