Betriebliche Arbeitszeit- und Qualifizierungspolitik

Forschungsschwerpunkt: Erwerbsarbeit im Wandel

Status: laufend

Projektende: 30.06.2013

Projektnummer: S-2009-264-3 B

Projekttitel: Betriebliche Arbeitszeit- und Qualifizierungspolitik

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Projektziel:

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, neue Ansätze einer präventiv orientierten Arbeitszeit- und Qualifizierungspolitik von Unternehmen zu untersuchen und die betrieblichen und überbetrieblichen Rahmenbedingungen ihres erfolgreichen Einsatzes zu identifizieren.

 

Veröffentlichungen:


Groß, Hermann / Seifert, Hartmut Hans-Böckler-Stiftung
Zeitkonflikte
Renaissance der Arbeitszeitpolitik. Reihe: Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, Bd. 115.
Berlin:  edition sigma  2010, ISBN: 978-3-8360-8715-5. 379 Seiten


Wotschack, Philip: Mehr Zeitsouveränität - für manche Langzeitkonten begünstigen Höherqualifizierte.- In: WZB Mitteilungen, Heft 134; Dezember 2011.- S. 19-22


Mehr Zeit für Weiterbildung: Neue Wege der betrieblichen Arbeitszeitgestaltung / Philip Wotschack u.a.- Berlin: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, August 2011.- 22 S. (Discussion Paper; SP I 2011-501)


Wotschack, Philip: Keine Zeit für die Auszeit: Lebensarbeitszeit als Aspekt sozialer Ungleichheit.- In: Soziale Welt, 63. Jg.; H. 1.- S. 25-44

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Es gibt funktionierende Alternativen bei der Arbeitszeitgestaltung und Weiterbildung. Ein Interview mit Philip Wotschack.- In: G.I.B Info, 01.2012.- S. 62-65

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Wotschack; Philip; Scheier, Franziska; Schulte-Braucks, Philipp: Bildungsfreundliche Arbeitszeiten etablieren.- In: Personal Quaterly, 64. Jg.; H. 2.- S. 24-29

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Beruf und Bildung vereinbaren: Neue Arbeitszeitmodelle gegen den Fachkräftemangel / Philip Wotschack u.a.- In: WZBrief Arbeit.- Berlin: WZB, Oktober 2011.- 7 S.


Wotschack, Philip: Working-Time Options over the Life Course: Challenges and Company Practices.- In: Transforming European Employment Policies: Labour Market Transitions and the Promotion of Capability / Ralf Rogowksi; Robert Salais; Noel Whiteside (Hrsg.).- Cheltenham; Northampton: Edward Elgar Publishing, 2012.- S. 96-114


Wotschack, Philip: Langfristige Investitionen: Weiterbildung im Betrieb funktioniert - wenn es verbindliche Regelungen gibt.- In: WZB Mitteilungen, H. 138; Dezember 2012.- S. 35-38

 

Projektbeschreibung:

1. Kontext

Mit dem fortschreitenden Wandel im System der Erwerbsarbeit und Erwerbsverläufe, neuen Familien- und Erwerbskonstellationen, der Reform der sozialen Sicherungssysteme und dem demografischen Wandel entstehen neue Risiken für Unternehmen und Beschäftigte. Mit besonders großen Risiken sind Geringqualifizierte und weibliche Beschäftigte konfrontiert. Eine wichtige unterstützende Funktion der betrieblichen Arbeitspolitik in diesem Zusammenhang stellt erstens der Aufbau und Erhalt der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsfähigkeit im Lebensverlauf der Beschäftigten und zweitens die Bereitstellung von Möglichkeiten zur besseren Vereinbarkeit unterschiedlicher Lebensbereiche im Lebensverlauf von Männern und Frauen dar. Die gegenwärtige Wirtschaftskrise verdeutlicht in aller Schärfe, wie dringend (präventiv) flexible Qualifikationspotenziale seitens der Beschäftigten (wie auch der Betriebe) für eine langfristige Beschäftigungsfähigkeit erforderlich sind.


2. Fragestellung

Das Forschungsvorhaben untersucht und bewertet neuartige betriebliche Ansätze im Bereich der "demografiebewussten" oder "lebenszyklusorientierten" Personalarbeit und des "lebenslangen Lernens". Der Fokus liegt auf präventiven, langfristig ausgerichteten Instrumenten der Arbeitszeit- und Qualifizierungspolitik, die hinsichtlich ihrer "Passung" mit den im Lebensverlauf wechselnden zeitlichen und finanziellen Bedarfen sowie Möglichkeiten (Lebenslaufperspektive) männlicher und weiblicher Beschäftigter in unterschiedlichen Arbeits- und Lebenskontexten (Differenzierungsperspektive) bewertet werden. Leitend ist die Frage, inwieweit und unter welchen Voraussetzungen diese Ansätze einerseits bedarfsgerechte Zeiträume für berufliche und außerberufliche Interessen der Beschäftigten ermöglichen (Vereinbarkeit) und diese andererseits systematisch mit Angeboten der beruflichen Weiterbildung (Beschäftigungsfähigkeit) verbinden.


3. Untersuchungsmethoden

Das Untersuchungsfeld des Projekts bilden Vorreiterbetriebe in der Bundesrepublik Deutschland, die aktuell Ansätze und Instrumente der präventiven, lebenslauforientierten Arbeitszeit- und Qualifizierungspolitik entwickelt und eingeführt haben. Methodisch ist eine Kombination aus (1) Unternehmensfallstudien auf Basis ausführlicher Interviews mit betrieblichen Entscheidungsträgern und Experten, (2) standardisierten Befragungen und qualitativen (problemzentrierten) Interviews mit Beschäftigten in ein bis zwei Unternehmen, (3) Sekundäranalysen repräsentativer Unternehmensdaten sowie (4) einem Wissens- und Erfahrungsaustausch mit Experten aus europäischen Vorreiterländern geplant.


 

Projektleitung und Bearbeiter/in:

Projektleitung:

Prof. Dr. Heike Solga
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung GmbH (WZB)
Abt. Ausbildung und Arbeitsmarkt
Reichpietschufer 50, 10785 Berlin
Email: heike.solga(at)wzb.eu


Bearbeiter/in:

Dr. Philip Wotschack
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung GmbH (WZB)
Abt. BAL/ AAM
Reichpietschufer 50, 10785 Berlin
Email: wotschack(at)wzb.eu

Franziska Scheier
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung GmbH (WZB)
Abt. Ausbildung und Arbeitsmarkt
Reichpietschufer 50, 10785 Berlin
Email: franziska.scheier(at)wzb.eu

Birgit Baumer
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung GmbH (WZB)
Reichpietschufer 50, 10785 Berlin
Email: birgit.baumer(at)wzb.eu

 

Kontakt:

Dr. Claudia Bogedan
Hans-Böckler-Stiftung Abt. Forschungsförderung
Erwerbsarbeit im Wandel
Hans-Böckler-Str. 39, 40476 Düsseldorf
Email: claudia-bogedan(at)boeckler.de