Forschungsprojekt: Fortführung Altersübergangs-Monitor 2009-2010

Fortführung und Weiterentwicklung eines Berichtssystems zum Altersübergang (Altersübergangs-Monitor 2009-2010)

Projektziel

Der Altersübergangsmonitor ist ein Berichtssystem zur Beobachtung aktueller Entwicklungen der Erwerbstätigkeit im Alter, des Austritts aus Erwerbstätigkeit, des Rentenzugangs und der verschiedenen Überbrückungen zwischen Erwerbsaustritt und Rentenbeginn. Die Ergebnisse werden als elektronische Newsletter ("Altersübergangs-Report") publiziert (http://www.iaq.uni-due.de/auem-report/).

Veröffentlichungen

Mümken, Sarah, Martin Brussig und Matthias Knuth, 2011. Beschäftigungslosigkeit im Alter - Die Älteren ab 60 Jahren sind besonders betroffen, Altersübergangsreport 1, Duisburg-Essen, 20 Seiten.

Brussig, Martin, 2011. Weitere Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ab 50 Jahren. Universeller Trend zum längeren Arbeiten - aber je nach Branche und Qualifikation auf sehr unterschiedlichem Niveau, Altersübergangsreport 2, Duisburg-Essen, 26 Seiten.

Brussig, Martin, 2011. Neueinstellungen im Alter: Tragen sie zu verlängerten Erwerbsbiografie bei?, Altersübergangsreport 3, Duisburg-Essen, 16 Seiten.

Brussig, Martin, 2010. Fast die Hälfte aller neuen Altersrenten mit Abschlägen - Quote weiterhin steigend. Probleme mit dem Anstieg der Altersgrenzen vor allem bei Arbeitslosen, aber auch bei Erwerbstätigen, Altersübergangsreport 1, Duisburg-Essen, 18 Seiten.

Brussig, Martin, 2010. Künftig mehr Zugänge in Altersrenten absehbar. Gegenwärtig kein Ausweichen in die Erwerbsminderungsrente zu beobachten, Altersübergangsreport 2, Duisburg-Essen, 16 Seiten.

Brussig, Martin, 2010. Höhere Alterserwerbsbeteiligung durch längere Erwerbsphasen. In jüngeren Kohorten sind mehr Menschen länger erwerbstätig als in älteren Kohorten, Altersübergangsreport 4, Duisburg-Essen, 16 Seiten.

Brussig, Martin, 2010. Anhaltende Ungleichheiten in der Erwerbsbeteiligung Älterer; Zunahme an Teilzeitbeschäftigung. Inzwischen steigt auch die Erwerbsbeteiligung im Rentenalter, Altersübergangsreport 3, Duisburg-Essen, 15 Seiten.

Brussig, Martin, 2010. Erwerbstätigkeit im Alter hängt vom Beruf ab. Ausdifferenzierung der Erwerbschancen vor allem nach dem 60. Lebensjahr, in einigen Berufen aber schon früher, Altersübergangsreport 5, Duisburg-Essen, 13 Seiten.

Brussig, Martin, Matthias Knuth und Sascha Wojtkowski, 2009. Altersteilzeit: Zunehmend Beschäftigungsbrücke zum späteren Renteneintritt. Wegfall der Förderung verengt auch den Zugang in nichtgeförderte Altersteilzeit – Nachfolgetarifverträge fehlen, Altersübergangsreport 2, Duisburg-Essen, 22 Seiten.

Projektbeschreibung

Kontext

Nachdem in Deutschland der "Vorruhestand" durch institutionelle Anreizstrukturen mehr als zwanzig Jahre lang gefördert wurde, zeichnet sich seit Anfang der 90er Jahre ein Paradigmenwechsel sowohl in der Renten- als auch in der Arbeitsmarktpolitik ab. Der Regelkreis zwischen der Umgestaltung von Rahmenbedingungen, der dadurch intendierten (oder auch gerade nicht intendierten) Verhaltensänderungen und der Wahrnehmung dieser Veränderungen durch die Entscheidungsträger war jedoch aufgrund der Zersplitterung der Datenlage und des zu großen Zeitverzuges bei der Aufbereitung dieser Daten bislang unvollständig und daher unwirksam. In amtlichen Statistiken öffentlich zugängliche Daten wurden somit nicht handlungsrelevant. Deshalb hat das IAQ im Rahmen eines zweijährigen, durch die Hans-Böckler-Stiftung geförderten Pilotprojektes ein Berichtssystem zum Altersübergang entwickelt.

Fragestellung

Der Altersübergangs-Monitor hat den Anfang einer möglichen Trendwende im Bereich der Alterserwerbsarbeit sichtbar gemacht: Renteneintritte werden zunehmend auf spätere Lebensjahre verschoben und die Erwerbstätigkeit im Alter nimmt zu. Für die Zukunft ist jedoch völlig offen, ob die festgestellten Trends von Dauer sein werden oder sich in Folge von "Hartz IV" sogar noch einmal umkehren werden, bevor mit Ablauf des Jahres 2011 die derzeit noch mit 60 beziehbaren Frührenten ganz auslaufen werden. Angesichts der Zunahme der Arbeitslosigkeit von Älteren, insbesondere von "jungen Alten", werden die Überbrückungsphasen zwischen Erwerbsaustritt und Renteneintritt in Zukunft vermutlich länger werden.

Vor diesem Hintergrund haben uns die Hans-Böckler-Stiftung und das Forschungsnetzwerk Altersicherung (Deutsche Rentenversicherung Bund) damit beauftragt, das Altersübergangs-Geschehen weiter zu beobachten und das Berichtssystem zum Altersübergang fortzuführen.

Untersuchungsmethoden

Das Berichtssystem Altersübergang basiert auf verschiedenen ohnehin existierenden Prozessstatistiken und Panelerhebungen, die bereits relevante Informationen zum Altersübergang beinhalten. Dazu gehören diverse Arbeitsmarktstatistiken der Bundesagentur für Arbeit, der Mikrozensus sowie diverse Rentenzugangsstatistiken der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Diese Datenquellen werden systematisch und kontinuierlich ausgewertet, zusammengeführt und vor dem Hintergrund sich verändernder institutioneller Rahmenbedingungen zu interpretierbaren Informationen verdichtet und als Orientierungswissen in die öffentliche Debatte eingespeist.

Darstellung der Ergebnisse

siehe Veröffentlichungen

Projektleitung und -bearbeitung

Projektleitung

Prof. Dr. Matthias Knuth
Universität Duisburg-Essen Institut Arbeit und Qualifikation IAQ
Arbeitsmarkt - Integration - Mobilität

Bearbeitung

Prof. Dr. Martin Brussig
Universität Duisburg-Essen Institut Arbeit und Qualifikation IAQ

Dr. Sarah Mümken
Universität Duisburg-Essen Institut Arbeit und Qualifikation IAQ

Kontakt

Christina Schildmann
Hans-Böckler-Stiftung
Forschungsförderung